Botox® gegen Zähneknirschen – endlich wieder entspanntere Kiefermuskeln
Viele Menschen wachen morgens mit einem Spannungsgefühl oder Kieferschmerzen auf. Diese können auch ins Ohr oder in den Kopf ausstrahlen. Dahinter kann sich Bruxismus (Zähneknirschen) verbergen. Nahezu ein Fünftel aller Menschen ist davon betroffen. Besonders häufig tritt das Knirschen mit den Zähnen nachts auf. Neben den besagten Beschwerden können sich die Zähne dadurch abnutzen.
Zahnschienen können die Beschwerden lindern und den Zahnschmelz schützen. Bei vielen Patient:innen reicht die Schienentherapie nicht aus, um die Schmerzen und das Spannungsgefühl im Kiefer zu reduzieren. Hier kann Botox® eine Therapiemöglichkeit darstellen. Es wird in den Muskulus Masseter gespritzt, der maßgeblich für das Zähneknirschen verantwortlich ist. Dieser Muskel ist bei den Betroffenen häufig verdickt. Man spricht dann von einem hypertrophen Kaumuskel. Durch eine gezielte Injektion kann dieser Muskel entspannt werden. Das Knirschen kann reduziert werden und die Beschwerden im Kiefergelenk nach dem Einschlafen mildern sich. Viele Patient:innen berichten von einem positiven Nebeneffekt. Das untere Gesichtsdrittel kann durch die Verschmälerung des Muskels schlanker werden. Gemeinsam mit Dir erstellen wir Deinen individuellen Behandlungsplan. Besuche uns dazu in einer unserer Praxen in Bochum, Hamburg, Köln oder Frankfurt und lass Dich persönlich und ganz individuell zu Deinen Möglichkeiten beraten.
Inhalte im Überblick
Die Inhalte auf dieser Seite entsprechen dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft und wurden vor der Veröffentlichung von Dr. med. Dascha Berek sowie Dr. med. Merita Schojai-Schultz sorgfältig überprüft.
Was ist Bruxismus?
Beim Bruxismus werden Oberkiefer und Unterkiefer unbewusst zusammengepresst und gegeneinander gerieben. Neben dem nächtlichen Zähneknirschen kann die Anspannung in der Kiefermuskulatur auch bei psychischer Belastung wie z.B. Stress oder Angst auftreten. So kann der Bruxismus in vielen Fällen eine Form der Verarbeitung seelischer Probleme darstellen. Ebenso kann eine starke Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe dazu führen. Neben psychischen Ursachen sind manchmal auch orthopädische Probleme mögliche Auslöser. Neben den Abriebspuren, die beim Zahnarztbesuch auffallen können, bemerken Betroffene meist Schmerzen in der verspannten Kaumuskulatur. Diese können sich bis ins Ohr und in die Schläfen ausbreiten. Zudem können Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden, Rückenschmerzen, Tinnitus und ein Knacken beim Öffnen des Mundes mögliche Folgen sein. Manche Patient:innen werden von ihren Partner:innen darauf aufmerksam gemacht, weil das Zähneknirschen so laut ist, dass diese davon aufwachen.
Wie kann Botox® gegen Zähneknirschen helfen?
Mittels injiziertem Botulinum-Präparat in die Kiefermuskulatur ist eine Lockerung der Muskelspannung möglich. Auf diese Weise kann ein unbewusstes Aufeinanderpressen von Ober- und Unterkiefer gemildert werden. Die normalen Kieferbewegungen beim Kauen, Sprechen und Co. werden dabei in der Regel nicht beeinflusst.
Short-Facts zu Botox® gegen Zähneknirschen
BETÄUBUNG
Keine
BEHANDLUNGSAREALE
Kiefer
DAUER
ca. 10 bis 30 Minuten
GESELLSCHAFTSFÄHIG
in der Regel sofort
KOSTEN
ca. 400 €*
*Die tatsächlichen Leistungen werden nach der GOÄ abgerechnet.
Welche Nebenwirkungen können bei Botox® gegen Bruxismus auftreten?
Bei Lieb Dein Gesicht begibst Du Dich in erfahrene Hände. Die Behandlung ist in den meisten Fällen sehr gut verträglich. Es kann kurzfristig zu Blutergüssen im Bereich der Einstichpunkte kommen. Die meisten Patient:innen sind unmittelbar nach der Behandlung voll gesellschaftsfähig.
So läuft Deine Behandlung gegen Zähneknirschen bei uns ab
Erstberatung
Zunächst erfolgt wie vor jeder Behandlung bei Lieb Dein Gesicht eine ausführliche Beratung. Bei diesem Termin erzählst Du uns von Deinen Anliegen und wir schauen gemeinsam, ob die Botox®-Behandlung die passende Option für Dich darstellt. Im nächsten Schritt klären wir Dich über die Therapie und mögliche Risiken auf und informieren Dich über die Kosten. Eine Behandlung ist direkt im Anschluss möglich und dauert nur wenige Minuten.
Vorbereitung
Erscheine zum Behandlungstermin bestenfalls ungeschminkt und im Behandlungsareal nicht eingecremt. Solltest Du blutverdünnende Medikamente einnehmen, kann es ratsam sein, diese zu pausieren. Besprich dies vorab mit Deinem Arzt bzw. Deiner Ärztin.
Behandlung
Die Behandlung ist meist sehr schmerzarm und gut verträglich. Bei besonders empfindlichen Patient:innen ist eine Betäubung mit einer Salbe möglich. Wir injizieren das Botox®-Präparat mit einer besonders kleinen Nadel direkt in Deine Kaumuskulatur. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten. Im Anschluss können die meisten Patient:innen ihren Tag wie gewohnt weiterführen.
Nachsorge
In den meisten Fällen ist die Behandlung sehr gut verträglich. Nach der Botox®-Injektion ist eine kleine, vorübergehende Schwellung oder Rötung an der Einstichstelle möglich. Die volle Wirkung kann nach 10–14 Tagen einsetzen, so solltest Du bald bemerken, dass Deine Zahn- bzw. Kieferschmerzen nachlassen. Nach 3–9 Monaten lässt der Effekt in der Regel nach. Wir empfehlen bei Behandlungsbeginn 3 Sitzungen pro Jahr. Damit die Muskelentspannung auch danach weiter anhält, sind meist zwei Injektionen jährlich ausreichend. Die Haltbarkeit der Behandlung ist unter anderem von Deinem Stoffwechsel als auch der Ursache des Zähneknirschens abhängig.
FAQ – Häufige Fragen zur Bruxismus-Behandlung
Durch die Injektion von Botox® kann die Kiefermuskulatur entspannt werden. Das unbewusste Zusammenpressen des Ober- und Unterkiefers kann nachlassen. Der Zahnschmelz wird geschont und die Spannungsschmerzen im Kieferbereich können gemildert werden.
Die Effizienz und Haltbarkeit der Behandlung hängen von dem Schweregrad des Bruxismus, Deinem Lebensstil und auch der Ursache ab. Die meisten Patient:innen beginnen mit 3 Behandlungen jährlich. Bei konsequenter Therapie können im Verlauf auch 1-2 Behandlungen im Jahr ausreichend sein.
Bruxismus ist relativ weit verbreitet. Bei vielen Menschen kann es sich um eine Reaktion auf Stress oder emotionale Belastung (z. B. Prüfungsstress, Stress im Job) handeln. Häufig sind auch orthopädische Erkrankungen ursächlich (Beinlängendifferenz, Halswirbelsäulenprobleme).
Die Wirkungsdauer von Botox® ist unterschiedlich und hängt von vielen individuellen Faktoren ab. In der Regel ist eine Haltbarkeit von 3–9 Monaten möglich.