PCL, PLA oder PDO Fäden – Welche sind die besten für Dein Fadenlifting?

- Welche Fäden werden beim Fadenlifting eingesetzt?
- Fadenlifting im Short Cut
- Starkes Versprechen? Warum Fadenliftings nicht immer halten, was sie versprechen
- Fadenlifting: Längst nicht mehr alles, was Anti-Aging zu bieten hat
- Biostimulatoren – eine bessere Alternative zum Fadenlifting?
- Fazit: PCL, PLA oder PDO Fäden – vielversprechend, aber nicht immer die beste Wahl

Die meisten kennen diesen Moment: Etwas an unserem Spiegelbild stört uns. Die Lippen wirken schmaler, die Zornesfalte tiefer. Und auch an der Gesichtskontur gehen Alter und Stress nicht mehr spurlos vorbei. Doch können wir der Zeit ein Schnippchen schlagen – und zwar am liebsten so, dass niemand merkt, dass nachgeholfen wurde?
Eine Methode, die in Hollywood – und die sollten es wissen, oder? – lange zum Nonplusultra der sanften Liftings gehört hat, ist das Fadenlifting. Im Gegensatz zu anderen Formen der Faltenbehandlung, wird das Gesicht hier nämlich nicht nur gestrafft; die Fäden, die meist in Zickzack-Anordnung unter die Haut gegeben werden, regen zugleich auch die körpereigene Kollagenproduktion an. Auf diese Weise soll sich ein langfristiges und vor allem natürliches Behandlungsergebnis auf Basis von fünf gängigen Fäden zum Lifting erzielen lassen.
Doch welcher ist eigentlich der richtige für Deine Bedürfnisse? Und wann bietet sich ein Fadenlifting gar nicht an? Wir wollen es Dir erklären.
Welche Fäden werden beim Fadenlifting eingesetzt?
Wie der Name „Fadenlifting“ schon impliziert: Neue, gestraffte Konturen hängen nach dem Lifting am Faden – und die erschlaffte Haut wird nicht mehr vom Haken gelassen. Für das klassische Fadenlifting werden Fäden von hoher Qualität verwendet, die bereits seit Langem in der Chirurgie zum Einsatz kommen. Die Fäden sind dabei zu 100 Prozent resorbierbar. Das heißt, sie werden vom Körper rückstandslos abgebaut. Dennoch gibt es Unterschiede. Welche? Aufgepasst!
Diese Fäden für das Fadenlifting gibt es:
- PCL-Fäden (Polycaprolacton)
- PLLA-Fäden (Poly-L-Milchsäure)
- PDO-Fäden (Polydioxan)
- Fäden aus Polysacchariden
- Goldfäden
Fadenlifting im Short Cut
In der Regel werden bei einem Fadenlifting mehrere Fäden verwendet, um eine ausreichende Anhebung mit genügend Volumen und Straffung der Haut zu erreichen. Welche Art von Faden verwendet wird, ermittelt letztlich Dein behandelnder Arzt oder Deine behandelnde Ärztin. Für alle, die selbst Bescheid wissen wollen, folgt ein Überblick:
PDO-Fäden
Sie bestehen aus einem absorbierbaren Material, das in der Chirurgie für Nähte verwendet wird, und sind sehr flexibel. PDO-Fäden wirken, indem sie das Gewebe – meist das Gesicht – mithilfe von kleinen Widerhaken anheben und gleichzeitig die Kollagenproduktion anregen.
PLLA-Fäden
PLLA-Fäden wiederum bestehen aus Poly-L-Milchsäure. Sie sind in der Lage, den Hautvolumenaufbau und die Stimulation der Kollagenproduktion zu fördern, was sie besonders für die Behandlung von tiefen Falten und stärker erschlaffter Haut geeignet macht.
PCL-Fäden
PCL-Fäden sind ein weiteres biologisch abbaubares Material, das in der ästhetischen Chirurgie verwendet wird. Diese Fäden bieten eine lange Haltbarkeit, da sie sich langsamer abbauen als PDO- oder PLLA-Fäden. Sie bieten eine langfristige Stützwirkung und können ebenfalls über kleine Haken verfügen.
Goldfäden
Im Gegensatz zu den anderen Materialien wurden Goldfäden vor allem früher für das Fadenlifting eingesetzt und finden heute kaum noch Beachtung. Ihr Nachteil: Sie wirken zwar luxuriös, können sich aber unter besonders dünner Haut abzeichnen und lösen sich nicht auf.
Starkes Versprechen? Warum Fadenliftings nicht immer halten, was sie versprechen
Auch wenn ein Fadenlifting zunächst als die sanftere, unkompliziertere und somit attraktivere Behandlung erscheint, macht es nicht in jedem Fall und für jede:n Patient:in Sinn. Wenn die Haut sehr dünn ist oder die Hauterschlaffung bereits fortgeschritten ist, kann der Überschuss an Gewebe, der sich etwa am Rand des Gesichtes sammelt, zum Problem werden. Beispielsweise bei Hängebäckchen kann nach dem Lifting ein Überschuss an Haut und Bindegewebe von 1 bis 2 cm entstehen. Genau das kann der Fadenlift allerdings nicht korrigieren. Die daraus resultierenden vorübergehenden Falten am seitlichen Gesichtsrand oder Unregelmäßigkeiten im Wangenbereich haben zur Folge, dass der Lifting-Effekt möglicherweise nicht für jede:n zufriedenstellend ausfällt und eine Nachbehandlung nötig wird.
Zudem solltest Du wissen, dass die Haltbarkeit des Ergebnisses nicht nur von der Haltbarkeit der Fäden abhängt, sondern auch von ihrer Verankerung im Gewebe. Lässt die nach, kann Bindegewebe durchrutschen und die behandelten Partien trotz Faden unter der Haut mehr hängen, als beabsichtigt.
Fadenlifting: Längst nicht mehr alles, was Anti-Aging zu bieten hat
Was für viele wie die vielversprechendste Neuerung im Anti-Aging-Bereich klingt und in Hollywood lange als DAS straffende Treatment gepriesen wurde, wird von Experten jedoch auch skeptisch gesehen. Zu schmerzhaft ist der Eingriff für manche Patient:innen, zu groß die Komplikationen, zu wenig überzeugend die Resultate. Erfahrungen im Praxisalltag zeigen, dass die Ergebnisse meist nur eine recht kurze Haltbarkeit aufweisen. Fast logisch, schließlich basiert die Wirksamkeit auf der Zugkraft der jeweiligen Fäden. Lösen die sich nach durchschnittlich 12 bis 15 Monaten auf, fällt ein langfristig stabiler Zug weg. Auch die Optik des Fadenliftings wirkt 2025 outdatet – zumindest, wenn wir Resultate anderer ästhetischer Behandlungen kennen und diese vergleichen!
In den letzten Jahren haben sich Behandlungen zur Gesichtsstraffung rasant weiterentwickelt und einen echten Imagewandel vollzogen. Glattgebügelt und bis ins Maximum optimiert? Viele Patient:innen wünschen sich gleichermaßen Veränderung wie Natürlichkeit bei ihren Behandlungen.
Biostimulatoren – eine bessere Alternative zum Fadenlifting?
Neben dem Fadenlifting hat sich in der ästhetischen Medizin eine weitere Möglichkeit für ein jugendliches und frisches Hautbild ohne Skalpell etabliert: die Behandlung mit Biostimulatoren. Ziel der Biostimulation ist es, die körpereigene Kollagenproduktion anzuregen, um einen natürlichen Verjüngungseffekt von innen heraus zu erzielen. Die Biostimulation steht für einen besonders schonenden Ansatz: Sie fördert die Kollagen- und Elastinproduktion und regeneriert die Haut von innen heraus, oftmals mit körpereigener Kraft bzw. körpereigenem Gewebe. Damit können wir bei Lieb Dein Gesicht nachhaltige Ergebnisse erzielen, die nicht nur sehr natürlich wirken, sondern es auch wirklich sind. Perfekt für alle, die nicht Gefahr laufen wollen, dass Reste von Fäden in der Haut zurückbleiben oder die Ergebnisse zu unnatürlich wirken.
Zu den Biostimulatoren zählen Sculptra®, Radiesse®, PRP und Polynukleotide. Unser Ärzt:innen-Team berät Dich dazu gerne individuell.
Sculptra®: Das bietet Dir der Biostimulator im Gegensatz zum Fadenlifting
Beim Sculptra®-Treatment wird Dir Polymilchsäure injiziert, die zur Hautverjüngung und zum Volumenaufbau der Haut eingesetzt wird. Dadurch wird die körpereigene Kollagenproduktion angeregt. Im Gegensatz zu Fillern, die sofortiges Volumen erzeugen, entfaltet Sculptra® seine Wirkung schrittweise. Auch wenn der neue Beauty-Trend dafür sorgt, dass kleine Falten verschwinden und die Haut aufgepolstert wird, wirkt Sculptra® doch auf eine ganz andere Weise als Botox® und Hyaluronsäure, die Klassiker der minimal-invasiven Behandlungen. Das Besondere daran ist, dass sie die Haut zur selbstständigen Produktion von körpereigenem Kollagen animiert, statt einfach aufzufüllen oder lahmzulegen.
Der gegen Falten nötige volumengebende Effekt entsteht also durch die Kollagen-Neubildung der Haut, wodurch das Treatment laut Expertin zu einem stärkeren Liquid Lift der Haut führen kann als Filler – ohne das Gesicht dabei zu verändern. Falten und Volumendefekte können unmittelbar und sichtbar reduziert werden.
Radiesse®: Das bietet Dir die Behandlung im Vergleich zum Fadenlifting
Radiesse® verspricht als innovative Anti-Aging-Methode einen deutlich nachhaltigeren Verjüngungseffekt der Haut als die üblichen Injektionsvarianten oder aber das Fadenlifting. Radiesse dient nicht wie sonstige Filler zum Setzen von Konturen wie zum Beispiel der Wangenknochen- oder Jawline-Partie, vielmehr verjüngt es mit seiner regenerativen Potenz die gesamte Hautbeschaffenheit. Da kein Fremdmaterial unter der Haut bleibt, kann auch nichts verrutschen oder sich auf Dauer unangenehm abzeichnen. Es kann dazu kommen, dass Du nach der Behandlung mit Radiesse® etwas mehr Volumen durch das verwendete Calcium-Hydroxylapatit unter Deiner Haut bemerkst – unsere Ärztinnen bei Lieb Dein Gesicht klären Dich dazu jedoch umfassend auf! Nach wenigen Tagen und mit der richtigen Nachsorge ist Deine Haut so schön, wie Du sie kennst. Nur besser!
Fazit: PCL, PLA oder PDO Fäden – vielversprechend, aber nicht immer die beste Wahl
Ein Fadenlifting mit PCL-, PLA- oder PDO-Fäden kann eine tolle Möglichkeit sein, Deiner Haut wieder mehr Festigkeit und jugendliche Frische zu verleihen. Die Fäden sind flexibel, regen die Kollagenproduktion an und können aussagekräftige, sofort sichtbare Ergebnisse erzielen – dabei bleibt alles natürlich und unauffällig. Aber wie auch bei allen anderen Treatments gilt: Sie sind nicht für jede:n die perfekte Lösung. Wenn Deine Haut bereits stark erschlafft ist oder sehr dünn, können PDO-Fäden an ihre Grenzen stoßen, und nicht immer ist das Ergebnis sofort so, wie Du es Dir vielleicht erhofft hast.
Deshalb lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken, zum Beispiel Behandlungen mit Biostimulatoren wie Sculptra® oder Radiesse®. Diese sorgen ebenfalls für eine tolle Hautstraffung, regen Dein körpereigenes Kollagen an und zaubern ein stabiles, langanhaltendes Ergebnis ganz ohne sichtbare Fäden. Welches Verfahren das richtige für Dich ist, hängt ganz davon ab, was Du Dir wünschst und wie Deine Haut beschaffen ist. Lass Dich am besten beraten, damit Du am Ende genau das Ergebnis bekommst, das Du Dir vorstellst – natürlich, frisch und ganz Du selbst!
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