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Die Inhalte auf dieser Seite entsprechen dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft und wurden vor der Veröffentlichung von Dr. med. Dascha Berek sowie Dr. med. Merita Schojai-Schultz sorgfältig überprüft.

    Period Flu: Dieses PMS-Symptom ist der Grund dafür, dass du dich oft krank fühlst

    Ärztinnen

    Kommt Dir das bekannt vor? Kaum steht Deine Monatsblutung vor der Tür, fühlst Du nicht nur Krämpfe, sondern auch ein plötzliches Krankheitsgefühl: Kopfschmerzen, schwere Glieder, verstopfte Nase oder Halskratzen. Mit diesen Symptomen kommt keine Grippe zur Periode hinzu, sondern ein ganz spezielles PMS-Symptom.

    Denn „Period Flu“ und „Menstruationsgrippe“ bezeichnen Beschwerden rund um die Menstruation, die viele Betroffene erleben. Sie kommen ähnlich häufig vor wie Wassereinlagerungen, Unterleibsschmerzen oder Nachtschweiß. Trotzdem wird kaum darüber gesprochen. Bis jetzt.

    • Hormonell bedingt: Auslöser sind vor allem die starken Schwankungen von Östrogen und Progesteron vor der Periode.
    • Keine echte Grippe: Die Period Flu ist keine Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für grippeähnliche Beschwerden rund um die Menstruation.
    • Meist nur vorübergehend: Die Beschwerden verschwinden in der Regel mit Beginn oder Ende der Menstruation wieder.

    Definition: Was versteht man unter dem Begriff „Period Flu”?

    Die “Period Flu” oder auch Perioden-Grippe ist keine echte medizinische Diagnose, sondern bezieht sich auf verschiedene Symptome, die während oder vor einer Menstruation auftreten können. Die Periode setzt ein und Du fühlst Dich wie mitten in einer Erkältung – inklusive Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder sogar leichtem Fieber. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine echte Grippe oder Erkältung, sondern lediglich um ein Krankheitsgefühl. Die Symptome entstehen durch die hohen Schwankungen deines Hormonhaushalts vor und während der Periode.

    Die Symptome der Period Flu

    Zwar ist die “Period Flu” kein offizieller medizinischer Term, aber viele Menstruierende berichten von den gleichen Anzeichen. Dazu zählen:

    • fieberähnliche Erschöpfung,
    • Halsschmerzen oder leicht erhöhte Temperatur,
    • Gliederschmerzen,
    • Kopfschmerzen,
    • Magen-Darm-Beschwerden,
    • Übelkeit oder Appetitlosigkeit.

    Dadurch werden Erkältungssymptome vor der Menstruation ausgelöst

    Die Menstruationsgrippe ist wissenschaftlich kaum untersucht. Deshalb ist auch die Ursache nicht vollends geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass die „Period Flu”, wie PMS auch, durch die Hormonschwankungen vor der Menstruation entsteht. Wenn Progesteron- und Östrogenspiegel gegen Ende Deines Zyklus stark absinken, kann das Dein Immunsystem beeinträchtigen und Deinen Körper anfälliger für Entzündungen machen.

    Zusätzlich werden während der Menstruation vermehrt Prostaglandine freigesetzt. Diese hormonähnlichen Stoffe lösen Muskelkontraktionen in der Gebärmutter aus, was zu Krämpfen und Schmerzen führt. Sie können jedoch auch auf andere Teile deines Körpers wirken und Symptome wie Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen verstärken.

    Dein Körper reagiert zudem empfindlicher auf Entzündungen. Darüber hinaus zeigen Studien, dass der Körper während der Menstruation eine Art entzündliche Reaktion durchläuft. Das ist völlig normal, aber es stresst das Immunsystem, sodass der Körper in dieser Zeit weniger Kraft hat, um echte Viren und Bakterien zu bekämpfen. Das Immunsystem fährt runter, um eine mögliche Schwangerschaft nicht zu gefährden. Klingt unfair? Ist aber biologisch sinnvoll.

    So erkennst Du den Unterschied zwischen Periode und Menstruationsgrippe

    Die Anzeichen scheinen die gleichen zu sein, doch der Hauptunterschied zwischen einer Erkältung und PMS-Grippe liegt im Timing und den spezifischen Symptomen. Wenn Du immer wiederkehrend und regelmäßig vor oder während Deiner Periode grippeähnliche Beschwerden wie Gliederschmerzen, Müdigkeit und leichtes Fieber verspürst, handelt es sich wahrscheinlich um eine Period Flu. Diese Erkältungssymptome klingen meist nach der Periode sofort wieder ab. Eine klassische Erkältung dauert hingegen länger und bringt oft zusätzliche Anzeichen mit sich – wie Husten, eine verstopfte Nase oder Halsschmerzen. Achte also darauf, ob die Beschwerden nur im Zusammenhang mit deinem Zyklus auftreten oder unabhängig davon. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden kann es hilfreich sein, einen ärztlichen Rat einzuholen.

    Das hilft bei „Period Flu”

    Wirklich vorbeugen kann man den Beschwerden vor der Menstruation leider nicht. Dennoch können Symptome gemildert werden, wenn Du Deinen Hormonhaushalt sowie die Immunabwehr stabilisierst. Achte beispielsweise auf ausreichend Schlaf und genehmige Dir mehr Erholung in der zweiten Zyklushälfte. Auch entzündungshemmende Lebensmittel wie Beeren, grünes Gemüse, Kurkuma und Omega-3-reiche Lebensmittel wie Lachs können helfen.

    Unser Tipp: Zyklus tracken. So bekommst Du ein besseres Gefühl für Krankheitsanzeichen und kannst sie besser einschätzen, planen und ihnen vorbeugen.

    dr-med-dascha-berek

    Viele Frauen sind überrascht, wenn sie sich kurz vor der Periode plötzlich wie bei einer Erkältung fühlen. Tatsächlich können die hormonellen Veränderungen im Zyklus nicht nur die Stimmung, sondern auch das Schmerzempfinden, die Energiereserven und sogar entzündliche Prozesse im Körper beeinflussen. Treten grippeähnliche Beschwerden regelmäßig rund um die Menstruation auf, lohnt es sich, den eigenen Zyklus genauer zu beobachten und mögliche hormonelle Ungleichgewichte medizinisch abklären zu lassen.

    Frau Dr. med. Dascha Berek

    Ärztliche Leiterin und Gründerin von Lieb Dein Gesicht

    Besonders schlimme PMS? Mache den Labor-Check

    Jeden Monat sind Deine PMS-Symptome so richtig schlimm und kaum auszuhalten? Damit bist Du nicht allein! Wenn die Hormone nicht im Gleichgewicht sind, kann schnell unser ganzes Leben aus den Fugen geraten. Mediziner:innen schätzen, dass bei 80 Prozent aller Frauen der Hormonhaushalt nicht ausbalanciert ist. Besonders während der Periode macht sich das bemerkbar. PMS-Symptome sind besonders stark ausgeprägt oder halten lange an und Deine Regelblutung kommt häufig unregelmäßig. All das kann ein Indiz für einen Hormonhaushalt sein, der nicht der Norm entspricht.

    In unseren Lieb Dein Gesicht-Praxen in Bochum, Köln, Frankfurt und Hamburg haben wir eine spezielle Hormonsprechstunde eingerichtet, um Dir bei der Diagnose und Behandlung von hormonellen Ungleichgewichten zur Seite zu stehen. Buche Dich für die Laborentnahme vor Ort ein. Nach einer ausführlichen Beratung dazu, welche Laborparameter sinnvoll sind und einer Blutabnahme, werden Deine Proben direkt in unser eigenes Labor geschickt. Sobald die Werte vorliegen, erfolgt ein ausführliches Gespräch – unter anderem mit unserer leitenden Ärztin Dr. med. Dascha Berek, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe.

    FAQ – Häufige Fragen zur Period Flu

    Ja, Menschen mit ausgeprägtem PMS, Endometriose, starken Regelschmerzen oder hormonellen Schwankungen berichten häufiger von grippeähnlichen Beschwerden rund um die Periode. Auch Stress, Schlafmangel und eine hohe körperliche Belastung können die Symptome verstärken.

    Ja, die Intensität der Beschwerden kann von Monat zu Monat variieren. Faktoren wie Stress, Ernährung, Schlafqualität, körperliche Aktivität oder hormonelle Veränderungen beeinflussen, wie stark die Symptome wahrgenommen werden.

    Hormonelle Verhütungsmittel können zyklusbedingte Hormonschwankungen reduzieren und dadurch bei manchen Betroffenen die Beschwerden verbessern. Andere wiederum bemerken keine Veränderung oder reagieren empfindlicher auf hormonelle Präparate. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich.

    Stress kann PMS-Symptome und damit auch die Period Flu verstärken. Ein dauerhaft erhöhter Stresspegel beeinflusst die Hormonregulation und kann dazu führen, dass Müdigkeit, Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein stärker wahrgenommen werden.

    Moderate Bewegung kann die Durchblutung fördern, Stress abbauen und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Besonders Spaziergänge, Yoga oder leichtes Ausdauertraining werden von vielen Betroffenen als angenehm empfunden. Bei starker Erschöpfung solltest Du Deinem Körper jedoch ausreichend Ruhe gönnen.

    Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, etwa Eisen, Vitamin D oder Magnesium, kann Müdigkeit und Erschöpfung begünstigen. Wer regelmäßig unter starken Beschwerden leidet, kann mögliche Mangelzustände ärztlich abklären lassen.

    Wenn die Beschwerden sehr stark ausfallen, Deinen Alltag erheblich beeinträchtigen oder unabhängig von Deinem Zyklus auftreten, solltest Du ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch bei anhaltendem Fieber oder ungewöhnlichen Symptomen.

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